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Wer erhitzt schon freiwillig Bier einige Male auf 60 Grad, lässt es abkühlen und probiert dann, wie es schmeckt? Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) tut das, um die Alterung des Bieres zu simulieren. Diesen und viele andere Tests können nur die Besten bestehen und die bekommen dann eine Goldmedaille. Die Familienbrauerei Jacob hat auch heuer gleich drei davon erhalten – darunter die sensationelle 16. für das helle Weißbier.
Brauerei-Inhaber Marcus Jacob hat sichtlich seine Freude an den drei „Neuen“, auch wenn seine Sammlung mittlerweile schon sehr stattlich ist. Vor allem die 16 Prämierungen fürs Weißbier hintereinander sind etwas Besonderes. „Ich kenne keine andere Brauerei, die etwas Vergleichbares vorweisen kann“, sagt der Diplom-Braumeister.
Daher der Slogan „Weltweit einmalig!“ Nicht hinter dem Weißbier verstecken müssen sich das Jacob Hell und das Jacob Export. Für sie gab es jetzt Gold-Medaille Nummer acht und vier – ebenfalls ununterbrochen werden diese beiden Sorten seit Jahren von der DLG „top“ bewertet. 16 Preise für das eine, acht und vier für die anderen Biere – heißt das, dass die Obergärigen doppelt oder vier Mal so gut sind wie die untergärigen? „Nein“, lacht Marcus Jacob, „das heißt, dass wir mit unserem Hell bisher acht Mal und mit dem Jacob Export vier Mal am DLG Wettbewerb teilgenommen haben, mit dem Weißbier halt schon 16 Mal.“
Ohne jemals etwas anderes dafür zu erhalten als den „Gold“-Preis. Das ist alles andere als selbstverständlich, erläutert Holger Becker, verantwortlicher Braumeister bei Jacob. Etliche Biere bestehen bereits die erste Prüf-Phase nicht, in der die DLG-Fachleute schauen, ob keine unerwünschten Mikro-Organismen im Gerstensaft schwimmen. Nach der künstlichen Alterung (untersucht werden wie beim Sport A- und B-Probe, im frischen wie im gealterten Zustand) geht es um den biertypischen Geschmack in all seinen Facetten, anschließend sind die Laborwerte (Zucker, Alkohol, Kohlensäure etc.) dran.
Die Qualität des Schaums zählt ebenfalls. Unter allen Bieren, die diese Hürden nehmen, gibt es etliche Bronze- und Silber-Medaillen-Gewinner. Außer bei Jacob. Die Familienbrauerei im Herzen des Oberpfälzer Seenlandes findet sich regelmäßig ausschließlich unter den Bier-Erzeugern, die „Gold“ holen. „Ein gutes Omen für Olympia und die Fußball-Weltmeisterschaft“, freut sich Marcus Jacob. „In erster Linie aber eine schöne, fachlich neutrale Bestätigung für all diejenigen, die wie wir unser Weißbier und unsere anderen Biere lieben“.
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